Pädagogische Konzeption GTA

Ausgangssituation

Das pädagogische Konzept bezieht sich auf ca. 509 Schüler, ca. 50 Lehrer sowie deren Eltern.
Das Hauptgebäude wurde 1930 eingeweiht und befindet sich in zentraler Lage der Stadt Rodewisch. Das Pestalozzigymnasium Rodewisch besteht seit dem Schuljahr 1992/1993. Der Erweiterungsbau, fertig gestellt im März 2007, verbesserte die Arbeits – und Unterrichtsbedingungen in hohem Maße und führte zu einer entspannten Raumsituation in unserem Gymnasium. Wir verfügen über ein Hauptgebäude mit Schulturm, den Erweiterungsbau mit sechs naturwissenschaftlichen Fachkabinetten, einer Aula, einen Schulclub, moderne Außensportanlage, die Göltzschtalsporthalle, einem geologischen Lehrpfad sowie einem Lernort im Freien.

Unser Gymnasium befindet sich im Vogtland. Wir haben ca. 300 Schülern, die nicht in Rodewisch wohnen, sondern in 40 Orten bzw. Ortsteilen. Diese ca. 60% Fahrschüler erfordern, dass die Arbeitsgemeinschaften komprimiert vor allem den 7.und 8. Stunden stattfinden.

Zu einigen Einrichtungen im Umfeld der Schule gibt es Kooperationsvereinbarungen z.B. der Schulsternwarte in Rodewisch. Wir haben zunehmend Integrationsschüler, für die versucht wurde, gute Bedingungen zu schaffen z.B. der Fahrstuhl im Anbau, Einbau einer behindertengerechten Toilette.

Ziele

Unsere pädagogische Gesamtkonzeption basiert auf dem Schulprogramm unserer Einrichtung. Wir sind ein Gymnasium, das die ganzheitliche Entwicklung der Schüler als einen komplexen Prozess nach Pestalozzis Gedanken – Lernen mit Kopf, Herz und Hand – auffasst. Das Schulprogramm setzt auch bezüglich der Realisierung des Ganztagsangebots Schwerpunkte: „Wir fördern die Entwicklung eines umfassenden, anwendungsbereiten und selbstständig erweiterbaren Allgemeinwissens als solide Basis für den Lebenserfolg des Menschen.“

Die Ziele sind Anwendbarkeit und Erweiterbarkeit des Wissens. Damit dies erreicht werden kann, müssen fachliche, überfachliche und lebenspraktische Kenntnisse von den Schülern durch möglichst eigenständiges und bewusstes Lernen erworben werden.

Wir sehen Schule als einen gestaltbaren Ort, der ein ideen- und erkenntnisreiches Schulleben ermöglicht und allen Beteiligten verschiedene Möglichkeiten einräumt sich einzubringen. Diese Form von Schulkultur setzt vertrauensvolle, offene, von gegenseitiger Achtung und Toleranz geprägte Beziehungen voraus, also ein Schulklima, das die Fähigkeit zur Konsensbildung und Kooperation aller am Schulleben Beteiligten ermöglicht und die Freude am Lernen, Lehren und Zusammenwirken in der Schule fördert. Schulfeste stärken den Gemeinschaftssinn und bieten vielfältige Möglichkeiten sich aktiv einzubringen.

Im Rahmen des Ganztagsangebots können die Eltern, Lehrer und Schüler ebenfalls das Schulleben aktiv mitgestalten (Leitung von Arbeitsgemeinschaften). Die Förderung der vielfältigen Interessen und Begabungen der Schüler und deren Charakterbildung zielen daher auf die Selbstverwirklichung des Einzelnen in seinem gegenwärtigen und zukünftigen Leben. In diesem Sinne verstehen wir ganzheitliches Lernen als einen Prozess, der sich an der individuellen Verschiedenheit der Schüler orientiert. Im unterrichtlichen wie im außerunterrichtlichen Bereich bieten wir deshalb vielfältige Lehr- und Lerninhalte an, die emotionale, kognitive, sinnliche, handwerkliche und moralische Fähigkeiten der Schüler in ihrem Zusammenwirken entwickeln.

Der besonderen Förderung individueller Interessen und Begabungen gilt das große Freizeitangebot in Form von Arbeitsgemeinschaften. Deren fach- und themenspezifische Ausrichtung erfüllt eine lehrplanerweiternde Funktion und begünstigt die berufliche Entscheidungsfindung der Schüler.

Besondere Aufmerksamkeit benötigen die Integrativschüler, um ihre Defizite in dem geschützten Bereich einer überschaubaren Anzahl von Gleichgesinnten in einer Arbeitsgemeinschaft abzubauen sowie Erfolgserlebnisse zu sammeln.

In Zusammenarbeit mit der Sonnenhofschule Auerbach (Schule für geistig behinderte Schüler) und dem Klinikum Obergöltzsch Rodewisch (Krebspatienten) steht die Erziehung der Schüler zu Toleranz und der Achtung der Würde des Menschen im Mittelpunkt unseres Ganztagsangebotes.

Der Schulclub und die Hausaufgabenbetreuung erfüllen eine wichtige Funktion, vor allem für unsere jüngeren Fahrschüler, da wir die Schüler, deren Eltern das wünschen, sicher bis 15.00 Uhr betreuen.

Die stabile Teilnehmerzahl im Ganztagsangebot bestätigt uns, dass wir hier übereinstimmend mit dem Schulprogramm sowohl Schüler als auch Lehrer positiv ansprechen.

Wir erfüllen die Mindestanforderungen der SächsGTAVO:

  • An 5 Tagen statt der geforderten 3 Tagen in der Woche findet ein offenes Ganztagsangebot mit mehr als 7 Zeitstunden statt.
  • Täglich besteht die Möglichkeit, ein Mittagessen einzunehmen.
  • Die nachmittäglichen Angebote werden unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung in Abstimmung mit der Ganztagskoordinatorin durchgeführt und stehen in konzeptionellem Zusammenhang mit dem vormittäglichen Unterricht. Die Zeiten für die Ganztagsangebote richten sich nach der Fahrzeit der Schulbusse. Die Organisationsform sowie die Auswahl der Angebote erfolgen auf Wunsch der Schüler und der Eltern.
  • Wir verfügen über einen Schulclub: Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag von 13.00 – 15.00 Uhr.

Umgang mit der Konzeption:

Diese Konzeption wird in der Schulkonferenz beraten und beschlossen (s. Protokoll). Weitere Bestandteil der Konzeption ist der aktuelle Angebotsplan. Beide Dokumente werden auf der Homepage der Schule veröffentlicht. Sie sind gültig für ein Jahr. Im Frühjahr findet eine Evaluation durch den Schülerrat statt.


Sven Müller

Schulleiter